Tagesgeld versus Festgeld

Mit Festgeld sparen kennen die meisten: Man schließt einen Vertrag über eine bestimmte Zeit ab, dann wird ein bestimmter Betrag zu einem festgelegten Zinssatz eingezahlt. Nach Ablauf der Zeit erhält man dann sein Geld wieder, häufig mit einer recht hohen Verzinsung, meist zwischen 3 und 4 Prozent, vor Ablauf der Laufzeit jedoch hat man nicht die Möglichkeit auf sein Geld zuzugreifen; im Falle einer vorzeitigen Kündigung muss man mit dem Zinsverlust rechnen. Anders jedoch beim Tagesgeld: Bei ebenfalls attraktiven Zinsen von etwa 1-3% kann man täglich auf das Geld zugreifen und dem Tagesgeldkonto auch kleinere Beträge entnehmen, ohne den gesamten Vertrag kündigen zu müssen. Das Tagesgeldkonto eignet sich also in vielen Fällen besser als ein Festgeldkonto.

Will man große Geldbeträge für eine lange Zeit auf einem Festgeldkonto anlegen sollte man sich darüber bewusst sein, dass man im Falle dringenden Bargeldbedarfs möglicherweise Zinsverluste hinnehmen oder sogar selbst einen Kredit aufnehmen muss. Deshalb ist es empfehlenswert, sich entweder für das Tagesgeld anstelle von Festgeld zu entscheiden, oder auf einem Tagesgeldkonto eine täglich verfügbare Liquiditätsreserve bereit zu halten mit der akuter Bargeldbedarf gedeckt werden kann. Besonders für eine kurze Anlagedauer eignet sich das Tagesgeld weit besser als das Festgeld, da man auch Zinsen auf das Geld erhält, wenn es nur einige wenige Tage auf dem Konto lagert. Auf der anderen Seite ist bei einer längeren Anlagedauer die Verzinsung beim Festgeld häufig doch etwas besser als beim Tagesgeld, so dass man am besten die verschiedenen Angebote genau vergleicht.

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